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Routen & Reiseziele12 min Lesedauer

Wohnmobil-Route Gardasee —
150 Kilometer rund um den See, Tag für Tag

Zehn Etappen mit echten Kilometern, die Tunnelstrecke am Westufer, die Mautrechnung und die Frage, warum eine Woche für diese Runde nicht reicht.

Von Ben NeuendorfAktualisiert: September 2026
Weißer Kastenwagen-Camper mit festem Hochdach steht auf einer Schotterterrasse über dem türkisblauen Gardasee, daneben ein Klapptisch mit zwei Campingstühlen, dahinter eine Trockenmauer, Zypressen und Olivenbäume, im Hintergrund steile Felswände und ein Hafenort

Die Wohnmobil-Route rund um den Gardasee ist 150 Kilometer lang und braucht trotzdem zehn Tage. Nicht wegen der Strecke am See — die fährt man in anderthalb Tagen ab. Sondern wegen der 600 Kilometer Anfahrt ab Würzburg, wegen der Tunnelstrecke am Westufer, auf der niemand schneller als 50 fährt, und wegen der Orte, für die man das Fahrzeug stehen lässt und zu Fuß geht.

Hier ist die Runde in zehn Tagesetappen, mit Kilometern, Maut, Campingpreisen und den Stellen, an denen es für ein Fahrzeug von 2,70 Meter Höhe eng wird. Alle Entfernungen sind ab Würzburg gerechnet, weil unsere vier Fahrzeuge dort stehen. Wer weiter im Süden startet, streicht bei der Anfahrt entsprechend Kilometer.

1. Die Route im Überblick — was diese Reise wirklich ist

Der Gardasee ist der größte See Italiens, rund 52 Kilometer lang und an der breitesten Stelle 17 Kilometer breit. Die Straße rundherum heißt Gardesana und teilt sich in zwei Hälften: die Gardesana Occidentale am Westufer und die Gardesana Orientale am Ostufer. Zusammen ergeben sie eine geschlossene Runde von etwa 150 Kilometern.

Der See hat drei Gesichter, und das ist für die Routenplanung wichtiger als jede Sehenswürdigkeitenliste:

Drei Abschnitte, drei Fahrstile

Norden (Riva del Garda, Torbole, Limone): schroffe Felswände, Wind, alpines Klima. Die Straßen sind eng und laufen durch Tunnel.

Süden (Salò, Desenzano, Sirmione, Peschiera): flach, breit ausgebaut, dichte Camping-Infrastruktur. Der einfachste Teil für große Fahrzeuge.

Osten (Bardolino, Lazise, Torri del Benaco, Malcesine): Weinorte, Olivenhaine, gut erreichbare Uferstraße. Hier liegen die meisten Campingplätze.

Und die Meinung, die dazugehört: Der Gardasee ist kein Ziel für die allererste Wohnmobiltour. Wer noch nie ein sechs Meter langes Fahrzeug gefahren hat, sollte nicht am dritten Reisetag in einen 3,20 Meter breiten Tunnel am Westufer einbiegen. Für die erste Fahrt taugt eine Route innerhalb Deutschlands deutlich besser — der Gardasee ist die Reise danach.

2. Anfahrt ab Würzburg — 600 Kilometer, drei Mautposten

Von Würzburg bis Torbole am Nordufer sind es rund 600 Kilometer über München, Innsbruck und den Brenner. Reine Fahrzeit mit einem 3,5-Tonner: etwa sieben Stunden. In der Praxis werden daraus neun, sobald Tankstopp, Pause und die Steigung vor dem Brenner dazukommen. Deshalb teilen wir die Anfahrt: erste Nacht im Alpenvorland oder in Tirol, am nächsten Vormittag über den Pass.

PostenGilt fürKosten
Vignette Österreich10 Tage, bis 3,5 t12,80 €
Brennerautobahn A13Sondermaut, je Richtung12,50 €
A22 Brenner–Rovereto SüdItalien, Tarifklasse Bca. 15–20 € je Richtung
Summe hin und zurückVignette plus beide Autobahnenrund 70–80 €

Ein Punkt, der regelmäßig übersehen wird: Auf italienischen Autobahnen zählt nicht das Gewicht, sondern die Höhe über der Vorderachse. Wohnmobile liegen dadurch fast immer in Tarifklasse B und zahlen mehr als ein PKW, obwohl sie unter 3,5 Tonnen bleiben. Welche Vignette in Österreich für welches Fahrzeug gilt und was die Brenner-Sondermaut abdeckt, steht in der Maut-Übersicht des ADAC für Österreich.

3. Die zehn Etappen — rund 1.450 Kilometer gesamt

Die Runde läuft gegen den Uhrzeigersinn: erst das Westufer nach Süden, dann über Sirmione und Peschiera zurück am Ostufer entlang nach Norden. Das hat einen praktischen Grund — auf der Gardesana Occidentale fährt man so auf der Seite, die vom Fels weg zeigt, und hat in den engen Tunneln die bessere Sicht.

TagEtappeStreckeNotiz
Tag 1Würzburg → Mittenwald350 kmAnfahrt, erster von zwei Fahrtagen
Tag 2Mittenwald → Brenner → Torbole250 kmAnkunft am Nordufer
Tag 3Standtag Riva del Garda0–15 kmPonale-Weg, Hafen, Markt
Tag 4Torbole → Limone sul Garda25 kmGardesana Occidentale, 74 Tunnel
Tag 5Limone → Toscolano-Maderno35 kmGargnano, Zitronengärten
Tag 6Toscolano → Salò → Peschiera55 kmSüdufer, breite Straßen
Tag 7Standtag Sirmione / Peschiera0–20 kmHalbinsel zu Fuß, Fahrzeug bleibt stehen
Tag 8Peschiera → Lazise → Torri del Benaco35 kmOstufer, Weinorte
Tag 9Torri → Malcesine → Brixen220 kmRückfahrt beginnt in Südtirol
Tag 10Brixen → Würzburg450 kmRückgabetag

Acht der zehn Tage liegen deutlich unter 60 Kilometern. Die ganze Fahrleistung steckt in An- und Abreise. Genau deshalb funktioniert der Gardasee als Zehn-Tage-Ziel gut und als Wochenziel schlecht: Wer sieben Tage bucht, verbringt vier davon auf der Autobahn und drei am See.

Der Standtag ist kein Luxus

Zwei Tage der Route sind bewusst ohne Fahrstrecke geplant — Riva del Garda und Sirmione. Beide Orte sieht man zu Fuß, mit dem Rad oder per Fähre besser als vom Fahrersitz. In Sirmione kommt dazu, dass die Altstadt auf einer Halbinsel liegt und für Wohnmobile ohnehin gesperrt ist.

4. Westufer — 74 Tunnel und eine Höhenbegrenzung von 3,50 Metern

Zwischen Riva del Garda und Gargnano liegt auf rund 30 Kilometern der eindrucksvollste und zugleich anstrengendste Abschnitt der Route. Die Gardesana Occidentale wurde nach dem Ersten Weltkrieg in die Felswand geschlagen; auf dieser kurzen Strecke folgen etwa 74 Tunnel aufeinander, viele davon eng, unbeleuchtet und ohne Mittelstreifen.

Die Höhenbegrenzung liegt bei 3,50 Metern. Unsere Fahrzeuge messen 2,70 bis 2,72 Meter Höhe und 2,05 bis 2,14 Meter Breite — sie passen also mit klarem Abstand durch. Das Problem ist nicht die Höhe, sondern der Gegenverkehr: Reisebusse und Lieferwagen nehmen in den Röhren die Mitte, weil sie es müssen.

Wie man diese 30 Kilometer entspannt fährt

Vor 9 Uhr losfahren. Ab dem späten Vormittag ist die Strecke voll mit Bussen und Motorrädern.

Licht an, Musik aus. In den Tunneln hört man den Gegenverkehr früher, als man ihn sieht.

Spiegel einklappen ist keine Lösung. Lieber langsam fahren und den Spiegel behalten.

Nicht anhalten für Fotos. Es gibt drei ausgewiesene Aussichtsbuchten, alles andere ist Fahrbahn.

Wer sich das nicht antun will, fährt ab Riva del Garda über die Staatsstraße nach Rovereto und von dort am Ostufer nach Süden — das kostet etwa 40 Kilometer Umweg und spart die gesamte Tunnelstrecke. Beide Varianten sind legitim. Welche Bauform sich in solchen Passagen leichter fährt, haben wir im Vergleich Campervan oder Wohnmobil aufgeschrieben — kurz gesagt: Der 5,41-Meter-Kastenwagen ist hier klar im Vorteil.

5. Süden und Ostufer — die einfachen Kilometer

Ab Salò wird die Route entspannt. Das Südufer um Desenzano, Sirmione und Peschiera del Garda ist flach, die Straßen sind breit, Supermärkte und Ver- und Entsorgungsstationen liegen dicht. Wer mit einem 6,83-Meter-Fahrzeug unterwegs ist, atmet hier zum ersten Mal seit Tag vier durch.

Am Ostufer reihen sich die Weinorte: Peschiera, Lazise, Bardolino, Garda, Torri del Benaco, Malcesine. Zwischen Lazise und Bardolino liegt die höchste Dichte an Campingplätzen am ganzen See. Von Torri del Benaco fährt die Autofähre nach Toscolano-Maderno hinüber — praktisch, wenn man das Westufer sehen, aber nicht fahren möchte. Aktuelle Fahrpläne und Öffnungszeiten der Orte im Norden sammelt die offizielle Tourismusorganisation Garda Trentino.

6. Die 7-Tage-Variante — Nordufer statt Runde

Wer nur eine Woche hat, fährt nicht rundherum. Die ehrlichere Version: zwei Tage Anfahrt, drei Tage Nordufer, zwei Tage zurück. Standort ist Torbole oder Riva del Garda, das Fahrzeug bleibt stehen, bewegt wird sich mit Rad, Fähre und zu Fuß.

Sieben Tage, rund 1.300 Kilometer

Tag 1: Würzburg → Mittenwald oder Seefeld (350 km)

Tag 2: über den Brenner nach Torbole (250 km)

Tag 3: Standtag Riva del Garda, Ponale-Weg

Tag 4: Tagesausflug Limone sul Garda (50 km hin und zurück)

Tag 5: Fähre nach Malcesine, Monte Baldo mit der Seilbahn

Tag 6: Torbole → Brixen oder Sterzing (200 km)

Tag 7: Rückfahrt nach Würzburg (450 km)

Das ist keine Sparversion, sondern die passendere Reise für sieben Tage. Man sieht ein Drittel des Sees richtig statt drei Drittel im Vorbeifahren.

7. Campingplätze und Stellplätze am Gardasee

Am Gardasee übernachtet man auf Campingplätzen, nicht auf Stellplätzen — das ist der große Unterschied zu einer Tour durch Deutschland. Reine Wohnmobilstellplätze gibt es, sie sind aber deutlich seltener und liegen meist am Ortsrand. Dafür ist die Dichte an Campingplätzen mit direktem Seezugang so hoch wie an kaum einem anderen See in Europa.

Was man vorher wissen sollte

Preis: 25 bis 45 Euro pro Nacht für zwei Personen plus Fahrzeug, in der Hochsaison am Südufer auch mehr

Buchung: Zwischen Pfingsten und Ende August Wochen im Voraus, im Mai und September zwei bis drei Tage

Stellplatzgröße: Viele Plätze staffeln nach Fahrzeuglänge — bei der Buchung die echten Maße angeben, nicht schätzen

Kurtaxe: Kommt separat dazu, meist 1 bis 3 Euro pro Person und Nacht

Für die Suche unterwegs reichen zwei Apps, die auch offline funktionieren — welche das sind, steht in unserer Übersicht der Stellplatz-Apps. Und weil Ver- und Entsorgung in Italien anders organisiert ist als in Deutschland, lohnt vorher ein Blick in den Artikel zur Ver- und Entsorgung beim Wohnmobil: Am Gardasee erledigt man beides auf dem Campingplatz, nicht an der Tankstelle.

8. Was eine Gardasee-Reise mit dem Wohnmobil kostet

Gerechnet für zehn Tage, zwei Personen, rund 1.450 Kilometer, Nebensaison im September:

PostenRechnungBetrag
Miete10 Tage ab 105ab 1.050 €
Diesel1.450 km, 10–12 l/100 km250–300 €
Maut & VignetteÖsterreich und Italien, hin und zurück70–80 €
Campingplätze8 Nächte à 25–45 €200–360 €
Summe ohne VerpflegungFahrzeug, Sprit, Maut, Übernachtungrund 1.570–1.790 €

Der Dieselpreis ist mit rund 1,70 Euro je Liter angesetzt — in Italien liegt er regelmäßig darüber, in Österreich darunter. Wer vor der Grenze in Tirol volltankt, spart auf der Reise gut 20 Euro. Verpflegung kommt obendrauf; zu zweit mit eigener Küche sind etwa 25 bis 30 Euro am Tag realistisch. Wie sich Mietpreise überhaupt zusammensetzen, steht im Artikel Was kostet es, ein Wohnmobil zu mieten.

9. Beste Reisezeit — Mai, Anfang Juni, September

Der Gardasee liegt so weit südlich, dass die Saison lang ist. Im Mai blühen die Olivenhaine, im September ist das Wasser noch warm und die Uferstraßen sind wieder frei. Beide Zeiträume sind der Hauptsaison in jeder Hinsicht überlegen: weniger Verkehr auf der Gardesana, buchbare Plätze, niedrigere Preise.

Juli und August sind am See die schwierigste Zeit. Nicht wegen der Temperaturen, sondern wegen der Belegung — Pfingsten und die italienischen Ferienwochen im August sind die Engpässe. Wer trotzdem im Hochsommer fährt, sollte die Nächte vorab reservieren und die Tunnelstrecke am Westufer auf den frühen Morgen legen. Was gegen Hitze im Fahrzeug hilft, steht in den Tipps gegen Sommerhitze im Wohnmobil.

10. Regeln in Italien, die am Gardasee wirklich zählen

Wildcampen ist verboten

In Italien darf man mit dem Wohnmobil nicht frei übernachten. Die Bußgelder liegen je nach Gemeinde etwa zwischen 100 und 500 Euro, und rund um den Gardasee wird kontrolliert. Übernachtet wird auf dem Campingplatz oder einem ausgewiesenen Stellplatz.

ZTL — die gesperrte Altstadtzone

Fast jeder Ort am See hat eine Zona a Traffico Limitato. Für Wohnmobile ist die Einfahrt praktisch überall untersagt, und die Kameras erfassen das Kennzeichen automatisch. Der Bescheid kommt Monate später nach Hause. Man parkt außerhalb und geht.

Sirmione ist für Wohnmobile weitgehend dicht

Die Halbinsel mit der Scaligerburg ist der bekannteste Ort am See und der schwierigste für große Fahrzeuge. Fahrzeuge bis 7 Meter dürfen auf ausgewiesene Parkplätze, alles darüber muss auf den Wohnmobilstellplatz am Ortsrand ausweichen.

Warnwesten für alle, nicht nur den Fahrer

In Italien muss jeder, der bei einer Panne außerhalb geschlossener Ortschaften aussteigt, eine Warnweste tragen. Bei uns liegen deshalb vier Westen im Fahrzeug, nicht eine.

Was sonst noch ins Fahrzeug gehört, bevor es über die Alpen geht, steht in der Wohnmobil-Packliste.

Warum wir die Route vor der Abfahrt durchgehen

Ich campe seit 25 Jahren, und Italien gehört zu den Zielen, bei denen die Vorbereitung den Unterschied macht — Maut, ZTL und Tunnelmaße sind nichts, was man unterwegs nachliest. Deshalb gehört bei OrcaCampers in der Veitshöchheimer Str. 132 in Würzburg zur Übergabe ein Blick auf die geplante Strecke: welche Etappe zu lang ist, wo die Zufahrt für 6,83 Meter knapp wird, welcher Campingplatz im September noch frei hat. Das dauert zwanzig Minuten und erspart am Gardasee regelmäßig einen verlorenen Tag.

Wir verleihen keine Fahrzeuge. Wir schicken dich auf Abenteuer.

OrcaCampers — Würzburg

4 Fahrzeuge, ab 105 €/Tag. Alle bis 3,5 Tonnen und mit Klasse B fahrbar — für die Vignette in Österreich heißt das: 12,80 Euro statt Go-Box.

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11. Häufige Fragen zur Wohnmobil-Route am Gardasee

Wie lange braucht man für eine Wohnmobil-Route rund um den Gardasee?

Zehn Tage. Die Runde um den See selbst ist mit rund 150 Kilometern kurz, aber ab Würzburg kommen etwa 600 Kilometer Anfahrt und dieselbe Strecke zurück dazu — das sind vier Reisetage nur für die Verbindung. Wer nur eine Woche hat, fährt nicht rundherum, sondern bleibt am Nordufer zwischen Riva del Garda und Malcesine.

Wie weit ist es von Würzburg zum Gardasee mit dem Wohnmobil?

Rund 600 Kilometer bis Torbole am Nordufer, über München, Innsbruck und den Brenner. Mit einem Fahrzeug bis 3,5 Tonnen sind das etwa sieben Stunden reine Fahrzeit — realistisch also zwei Etappen mit einer Übernachtung im Alpenvorland oder in Tirol.

Darf man mit dem Wohnmobil über die Gardesana Occidentale am Westufer fahren?

Ja, bis 3,50 Meter Höhe. Zwischen Riva del Garda und Gargnano liegen auf rund 30 Kilometern etwa 74 Tunnel, teilweise eng und ohne Mittelstreifen. Unsere Fahrzeuge messen 2,70 bis 2,72 Meter Höhe und 2,05 bis 2,14 Meter Breite und passen damit durch — angenehm ist die Strecke trotzdem nur, wenn man sie morgens früh fährt.

Was kostet eine Wohnmobil-Reise zum Gardasee?

Mit rund 1.600 bis 1.800 Euro für zehn Tage zu zweit sollte man rechnen. Bei OrcaCampers kostet die Miete ab 105 Euro pro Tag, also ab 1.050 Euro. Dazu kommen etwa 250 bis 300 Euro Diesel für 1.450 Kilometer, 70 bis 80 Euro für Vignette und Maut sowie 200 bis 360 Euro für acht Campingnächte.

Welche Maut fällt auf dem Weg zum Gardasee an?

Drei Posten. Die österreichische Vignette für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen kostet als 10-Tages-Variante 12,80 Euro. Die Brennerautobahn A13 ist Sondermaut und kostet zusätzlich 12,50 Euro je Richtung. Auf der italienischen A22 vom Brenner bis Rovereto Süd kommen je Richtung noch rund 15 bis 20 Euro dazu — Wohnmobile fallen dort in die höhere Tarifklasse B.

Kann man am Gardasee frei stehen oder wild campen?

Nein. Wildcampen ist in Italien untersagt, die Bußgelder liegen je nach Gemeinde etwa zwischen 100 und 500 Euro. Rund um den Gardasee wird das konsequent kontrolliert, weil die Orte vom Camping-Tourismus leben. Wer nachts stehen will, nutzt einen Campingplatz oder einen ausgewiesenen Stellplatz.

Wann ist die beste Reisezeit für den Gardasee mit dem Wohnmobil?

Mai, Anfang Juni und September. Dann liegen die Temperaturen bei angenehmen Werten, die Campingplätze sind buchbar und die Uferstraßen frei. Juli und August sind am See die schwierigste Zeit — nicht wegen der Hitze, sondern wegen der Belegung und des Verkehrs auf den beiden Gardesana-Straßen.

Muss man Campingplätze am Gardasee vorher buchen?

In der Hauptsaison ja, und zwar früh. Zwischen Pfingsten und Ende August sind die Plätze am Ost- und Südufer regelmäßig Wochen im Voraus ausgebucht. Im Mai und September reicht es, zwei bis drei Tage vorher anzurufen oder online zu reservieren.

Ben Neuendorf — Gründer OrcaCampers

Ben Neuendorf

Gründer OrcaCampers · 25 Jahre Camping-Erfahrung · Würzburg

Ich vermiete nicht weil ich muss. Ich vermiete weil ich weiß wie gut das Camping-Leben ist — und weil zu viele Anbieter das vergessen haben.

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