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Wohnmobil mieten Kaution:
Höhe, Zahlung und wann du sie zurückbekommst

1.000 bis 2.500 Euro, vor der Fahrt hinterlegt, nach der Rückgabe zurück. Dazwischen liegen drei Fragen, die den Unterschied machen: wie bezahlst du, wie lange dauert es und was kann abgezogen werden.

Von Ben NeuendorfAktualisiert: Oktober 2026
Weißer Kastenwagen-Camper morgens auf einem Kiesplatz, davor ein Holztisch mit Übergabeprotokoll auf dem Klemmbrett, Stift, Fahrzeugschlüssel und Smartphone

Die Kaution beim Wohnmobil mieten liegt meist zwischen 1.000 und 2.500 Euro. Du hinterlegst sie vor der Abfahrt und bekommst sie zurück, wenn das Fahrzeug ohne neue Schäden zurückkommt. Bei uns sind es 1.500 Euro, per Karte, Überweisung oder bar, und nach der Rückgabe fließt das Geld spätestens nach 14 Tagen zurück.

Ich campe seit 25 Jahren und vermiete seit Januar 2026 in Würzburg. Die Kaution ist die Zahl im Mietvertrag, bei der Erstmieter am häufigsten nachfragen. Zu Recht, denn es ist dein Geld, das für ein paar Wochen woanders liegt. Hier steht, worauf es dabei ankommt.

1. Was die Kaution ist und was sie nicht ist

Die Kaution ist eine Sicherheit für den Vermieter. Sie deckt Schäden, die du selbst verursachst, und offene Posten wie eine fehlende Reinigung. Sie ist kein Teil des Mietpreises und kommt bei sauberer Rückgabe vollständig zurück.

Häufig verwechselt wird sie mit dem Selbstbehalt. Der Selbstbehalt ist der Betrag, den du bei einem Schaden selbst trägst, die Kaution ist das Geld, das der Vermieter dafür bereits in der Hand hält. Der ADAC in seinen Rechtstipps zur Wohnmobil-Miete schreibt, die Kaution entspreche meist dem Selbstbehalt der Kaskoversicherung. Wie der Selbstbehalt funktioniert und wie er sich senken lässt, erklärt der Artikel zum Selbstbehalt beim Wohnmobil.

2. Wie hoch ist die Kaution beim Wohnmobil?

Es gibt keinen festen Satz. Die Höhe hängt vom Fahrzeugwert, vom Anbieter und von der Versicherung ab. Die Spanne aus den gängigen Ratgebern und unserer Praxis:

QuelleKaution
ADACetwa 1.500 Euro, üblich
Mietratgeber (Autozeitung, Hanseatic Bank)1.000 bis 2.000 Euro
Obere Spanne bei großen Fahrzeugenbis 2.500 Euro
OrcaCampers1.500 Euro bei der regulären Miete

Wichtiger als die Zahl ist die Gegenfrage: Wofür steht sie? Eine Kaution, die genau dem Selbstbehalt entspricht, ist nachvollziehbar. Eine, die deutlich darüber liegt, sollte der Vermieter dir erklären können. Was das Mieten insgesamt kostet, rechnet der Artikel Was kostet ein Wohnmobil mieten Posten für Posten durch. Bei uns liegt der Tagespreis ab 105 Euro.

3. Wie du die Kaution hinterlegst

Drei Wege sind üblich. Welche du hast, steht im Mietvertrag, nicht im Prospekt.

  • →Kreditkarte, Sperrbetrag: Der Betrag wird laut ADAC nicht abgebucht, sondern auf dem Verfügungsrahmen blockiert. Dein Limit sinkt um diese Summe, bis der Vermieter freigibt.
  • →Überweisung vorab: Das Geld liegt beim Vermieter, du musst auf die Rücküberweisung warten. Sinnvoll, wenn du keine Kreditkarte hast.
  • →Bar bei der Übergabe: Nur mit schriftlicher Quittung. Betrag, Datum, Fahrzeug und Unterschrift gehören darauf.

Wer mit Debitkarte zahlen will, sollte vorher fragen. Der ADAC zur Kreditkarte beim Mietwagen stuft Debitkarten als teilweise möglich mit häufigen Einschränkungen ein, Prepaid-Karten sind in der Regel ausgeschlossen. Das gilt für Mietwagen, bei Wohnmobilen läuft es ähnlich. Bei OrcaCampers geht Kreditkarte, Vorabüberweisung oder bar.

4. Wann kommt die Kaution zurück?

Bei schadenfreier Rückgabe bekommst du sie vollständig zurück. Beim Zeitpunkt gehen die Anbieter auseinander:

  • →Kartensperre: Laut ADAC meist nach wenigen Tagen freigegeben, abhängig von der Bank.
  • →Überweisung: Bei uns spätestens innerhalb von 14 Tagen nach der Rückgabe.
  • →Bei einem Schaden: Der Betrag kann länger gehalten werden, laut ADAC bis zu sechs Monate, bis der Fall geklärt ist.

Lass dir die Frist vor der Buchung schriftlich nennen. Ein Vermieter, der „zeitnah“ schreibt, meint manchmal vier Tage und manchmal vier Wochen. Eine Zahl in Tagen ist überprüfbar.

5. Was darf der Vermieter abziehen?

Nur das, was du verursacht hast und was sich belegen lässt. Der ADAC beschreibt es so: Bei einer Anmietung in Deutschland haftest du nur für Schäden, die du selbst verschuldet hast, und der Vermieter muss das Verschulden nachweisen. Bei nicht aufklärbaren Schäden sowie bei Steinschlag- und Wildschäden haftest du demnach nicht.

Auch das gibt es: Manche Vermieter behalten bei kleinen Schäden die volle Kaution ein, so der ADAC. Dagegen hilft ein klarer Vertrag und ein Protokoll, das jeden Posten einzeln benennt. Typische Abzüge bei fairen Anbietern sind eine fehlende Endreinigung, eine nicht geleerte Kassettentoilette, ein leerer Tank oder ein nachgewiesener Schaden, der über den Selbstbehalt hinaus nichts mit Verschleiß zu tun hat. Was nach einem Unfall zu tun ist, steht im Artikel Unfall mit dem Mietwohnmobil.

6. Sechs Schritte, damit die Kaution ohne Diskussion zurückkommt

Streit um die Kaution entsteht fast immer an einer Stelle: Niemand kann beweisen, in welchem Zustand das Fahrzeug übergeben wurde. Mit diesen sechs Schritten gibt es nichts zu beweisen.

1

Zustand bei der Übergabe gemeinsam prüfen

Einmal ums Fahrzeug, dann innen. Jeden Kratzer, jede Delle, jeden Fleck aufschreiben oder ansagen lassen.

2

Fotos machen, bevor du einlädst

Außen von allen Seiten, Dach, Innenraum, Armaturenbrett mit Kilometerstand und Tankanzeige. Die Fotos tragen ein Datum, das hilft später.

3

Protokoll lesen, dann unterschreiben

Steht dort ein Schaden, den du nicht gesehen hast, zeigst du ihn dir am Fahrzeug. Der ADAC hält Klauseln für unzulässig, die dir fehlende oder beschädigte Teile pauschal zuschieben.

4

Zur Rückgabe sauber und vollständig kommen

Kassette leeren, Grauwasser ablassen, Tank wie vereinbart, besenrein. Was dazugehört, steht im Artikel zum Reinigen vor der Rückgabe.

5

Bei der Rückgabe dabeibleiben

Der ADAC rät, die Rückgabe mit einem Mitarbeiter durchzugehen und den Zustand schriftlich festzuhalten. Rückgaben außerhalb der Öffnungszeiten vermeidest du.

6

Rückgabeprotokoll mit Datum mitnehmen

Darauf steht, dass das Fahrzeug ohne neue Schäden zurückkam und ab wann die Kaution freigegeben wird.

Ich halte die persönliche Übergabe für das beste Mittel gegen Kautionsstreit. Wer das Fahrzeug gemeinsam mit dem Vermieter durchgeht, hat am Ende dasselbe Blatt in der Hand. Bei einem Schlüsselkasten und einem PDF-Protokoll hat niemand etwas in der Hand. Bei OrcaCampers in Würzburg gehen wir jedes Fahrzeug mit dir zusammen durch, bevor du losfährst, und die Rückgabe läuft genauso.

7. Warnzeichen im Mietvertrag

Vor der Buchung lohnt sich ein Blick auf diese vier Punkte. Findest du einen davon, fragst du nach oder suchst weiter. Mehr zum Vertragscheck steht im Artikel Wohnmobil mieten: Worauf du achten musst.

  • →Keine Frist für die Rückzahlung. „Nach Prüfung“ ist keine Frist.
  • →Barzahlung ohne Quittung. Wer bar nimmt, quittiert auch.
  • →Pauschalen für „Instandsetzung nach Aufwand“. Das öffnet jeden Abzug.
  • →Klauseln im Protokoll, die fehlende Teile pauschal dem Mieter zuweisen. Laut ADAC nach deutschem Recht unzulässig.

Falls du die Höhe des Selbstbehalts senken willst: Bei OrcaCampers liegt er bei 1.500 Euro, über urlaubsschutzpaket.de lässt er sich auf 250 Euro reduzieren. Das ersetzt keine saubere Übergabe, nimmt aber den Druck aus dem Schadensfall.

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8. Häufige Fragen zur Kaution beim Wohnmobil

Wie hoch ist die Kaution beim Wohnmobil mieten?

Üblich sind 1.000 bis 2.500 Euro, der ADAC nennt etwa 1.500 Euro als gängigen Wert. Bei OrcaCampers beträgt die Kaution 1.500 Euro. Sie entspricht meist dem Selbstbehalt der Kaskoversicherung.

Kann ich die Wohnmobil-Kaution bar bezahlen?

Das hängt vom Vermieter. Bei OrcaCampers geht bar, mit Kreditkarte oder per Vorabüberweisung. Bei Barzahlung bestehst du auf eine schriftliche Quittung, auf der Betrag, Datum und Fahrzeug stehen.

Wann bekomme ich die Kaution zurück?

Bei schadenfreier Rückgabe bei uns spätestens innerhalb von 14 Tagen. Eine Kartensperre wird laut ADAC meist nach wenigen Tagen freigegeben. Gibt es einen Schaden, kann der Betrag länger gehalten werden, in Extremfällen bis zu sechs Monate.

Kann der Vermieter die Kaution einfach behalten?

Nein. Bei einer Anmietung in Deutschland haftest du laut ADAC nur für Schäden, die du selbst verschuldet hast, und der Vermieter muss das nachweisen. Deshalb gehören Übergabeprotokoll und Fotos zu jeder Anmietung.

Brauche ich für die Kaution eine Kreditkarte?

Nicht bei jedem Vermieter. Viele sperren den Betrag auf der Kreditkarte, Debitkarten werden laut ADAC oft nur eingeschränkt akzeptiert, Prepaid-Karten meist gar nicht. Bei uns funktioniert auch die Vorabüberweisung.

Sinkt die Kaution, wenn ich den Selbstbehalt versichere?

Der Selbstbehalt bei einem Schaden liegt bei OrcaCampers bei 1.500 Euro und lässt sich über urlaubsschutzpaket.de auf 250 Euro senken. Wie sich das auf die hinterlegte Summe auswirkt, klärst du vor der Buchung, am besten schriftlich.

Was ist der Unterschied zwischen Kaution und Selbstbehalt?

Die Kaution ist eine Sicherheit, die du vor der Fahrt hinterlegst und bei schadenfreier Rückgabe zurückbekommst. Der Selbstbehalt ist der Betrag, den du bei einem Schaden selbst trägst. Bei vielen Vermietern haben beide dieselbe Höhe.

Ben Neuendorf, Gründer OrcaCampers

Ben Neuendorf

Gründer OrcaCampers · 25 Jahre Camping-Erfahrung · Würzburg

Ich vermiete nicht weil ich muss. Ich vermiete weil ich weiß wie gut das Camping-Leben ist, und weil zu viele Anbieter das vergessen haben.

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